KissNoFrog’s Fab 5: Komplimente
In der Regel sollte man sich geschmeichelt fühlen, wenn man Komplimente erhält, doch leider begegnen wir solch süßen Worten häufig mit Skepsis anstatt uns einfach über sie zu freuen und den Moment zu genießen. So fragen wir uns meist, was unser Gegenüber wohl damit bezwecken möchte, indem er oder sie uns Honig ums Maul schmiert – eigentlich schade, nicht wahr? Ist es denn so schwer zu akzeptieren oder zu glauben, dass man toll aussieht, besonders liebevoll oder begabt ist? Wir sollten also etwas gelassener und ohne Scham und Unbehagen auf Komplimente reagieren, denn schließlich sind sie wie kleine Geschenke, die uns den Tag verschönern und unser Selbstbewusstsein steigern. Genauso viel Freude bereitet es, Komplimente zu machen und damit anderen das Leben zu versüßen. Und das fällt uns interessanterweise viel leichter, als welche entgegenzunehmen. So haben wir selten ein Problem damit, unserem Partner, Freunden, einem Date oder Arbeitskollegen mitzuteilen, was uns besonders gut an ihnen gefällt. Doch was macht ein gutes Kompliment aus? Ein Pauschalrezept gibt es auch dafür nicht. Man kann aber folgende Punkte beachten:
- Ehrlich und individuell sollten Komplimente sein. Wer zu abgedroschenen Sprüchen greift, stößt auf taube Ohren und erntet eher ein Augenrollen als ein geschmeicheltes Lächeln. Darüber hinaus wirken Standardaussagen meist leer und dahergesagt. Man sollte sich also etwas mehr einfallen lassen und sich von seinem Gegenüber inspirieren lassen und nicht „nur“ plump die schönen Augen loben.
- Ein gutes Kompliment spricht realistische Sachverhalte an! Lobt also Dinge, die wirklich vorhanden sind. Es geht schließlich nicht darum, einfach nette Dinge zu sagen, sie sollen schließlich auch zutreffen. Bleibt also lieber bei Tatsachen und lasst Euch auch nicht von der Liebe für jemanden blenden, wenn Ihr nicht wollt, dass Euer Partner sich mit der für Euch schönsten Stimme der Welt in einer Karaokebar oder gar einer Castingshow blamiert.
- Ein Kompliment sollte überraschen. Leichter gesagt, als getan. Damit ist nämlich nicht nur der Zeitpunkt, sondern auch die Aussage gemeint. Lasst Euch von Eurem Bauchgefühl leiten und folgt Euren Impulsen. Oft genug fallen uns ganz plötzlich Dinge auf, die uns an unserem Gegenüber faszinieren, die wir aber in genau diesen Momenten für uns behalten. Warum eigentlich? „Passt“ es nicht zum Thema, wirkt es zu absurd oder sind wir einfach nur selbst zu überrascht von unseren Gefühlen? Man unterhält sich angeregt über Gott und die Welt und „Bääm!“ – seht Ihr es: Das sind wunderschöne Hände, mit denen er oder sie gerade angeregt herumfuchtelt. Immer raus damit! Ein solches Kompliment ist überraschend, aber keinesfalls unpassend.
- Weniger ist mehr. Überhäuft man jemanden mit Komplimenten wird es irgendwann nicht nur langweilig, sondern auch gefährlich. Lässt man nämlich irgendwann mal nach und raspelt nicht mehr ununterbrochen Süßholz, hängt schnell der Haussegen schief. Irgendwas stimmt da doch nicht… Wo bleiben all die lieben Worte, mit denen man sonst gefüttert wurde? Hat er/sie etwa kein Interesse mehr an einem? Komplimente sollten etwas Besonderes sein. Werden sie zur Gewohnheit verlieren sie ihren Zauber.
- Ein Kompliment sollte zwar überraschend sein, den anderen jedoch nicht in Verlegenheit bringen. Achtet also auf Eure Wortwahl und eventuelle Zuhörer. Wird es zu intim, kann es in der Öffentlichkeit sonst schnell unangenehm werden. Kleine Variationen und Wortspiele ermöglichen es Euch, in nahezu jeder Situation zu sagen, was Ihr gerade denkt.
Besonders schön ist es, mal etwas zu hören, was man noch nie gehört hat. Das gilt wahrscheinlich für jeden von uns. Seid also besonders aufmerksam, beobachtet gut und traut Euch, die wundervollen Dinge, die Euch auffallen, auch auszusprechen.
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